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Norms

Inhaltsübersicht Technisches Recht

Die aktue11e Fassung des gefundenen Dokuments beinha1tet:

DIN4102-B1ÜNachwRL, Ausgabe: Oktober 1996
Richt1inien zum Übereinst~ungsnachweis schwerentf1ammbarer Baustoffe (Baustoffk1asse DIN 4102-B1) nach a11gemeiner bauaufsicht1icher Zu1assung; Fassung 1996-10
Veröffentlicht in: Mitt DIBt, 1997, Nr. 2, S. 39-42 Seitencodierungen: V263A07-V263A10


Anlage 2: Durchführung der Vers uche zur Ermittlung des Masseverlustes durch Erhitzen

Der verwendete Muffelofen muB in der Lage sein, minde- stens 800°C temperaturgeregelt zu erreichen. Vor Beginn der Prüfungen wird der Ofen auf die bei Vorprüfungen er- mittelte Prüftemperatur eingestellt und mindestens 60 Mi- nuten auf diesem Temperaturniveau belassen.

Das Material wird in eine Sehale gegeben. die aus inertem Material besteht, z. B. Aluminium. Die Menge des eingesetzten Materials wird so gewählt. daB das Material während des Versuehes in der Sehale bleibt.

Naeh dem Versueh wird die Probe in der Schale bis zur Ausgleiehstemperatur in einem GefäB unter AusschluB von Luftfeuchtigkeit (Exsikkator) gelagert. Danaeh wird das Gewicht bestimmt.

18999245

Richtlinienzum ÜbereinstimmungsnachweisschwerentflammbarerBaustoffe (Baustoffklasse DIN 4102-B1) nach allgemeiner bauaufsichtlicherZulassung
- Fassung Oktober 1996 -

Sehwerentflammbare (Klasse BI) Baustoffe nach allge- meiner bauaufsiehtlicher Zulassung bedürfen für ihre Verwendung des Übereinstimmungsnachweises "ÜZ" (Übereinstimmungszertifikat durch eine anerkannte Zertifizierungsstelle) auf der Grundlage einer werkseigenen Produk- tionskontrolle durch den betreffenden Hersteller und einer Fremdüberwaehung. einsehlieBlieh Produktprüfung. durch eine anerkannte Überwaehungsstelle.

Für die im Rahmen der Produktprüfung anzuwendenden Prüfverfahren geIten die "Zulassungsgrundsätze für den Nachweis der Schwerentflammbarkeit von Baustoffen (Bau- stoffklasse BI) nach DIN 4102-1". soweit im folgenden niehts anderes bestimmt ist. Für die Überwaehung von bläh- fähigem Polystyrol und den daraus hergestellten Polystyrol- Hartsehaumplatten sind zusätzliche Bestimmungen in An- lage 2 aufgeführt.

1 Anforderungen an das HersteUwerk

1.1 Für die Herstellung muB ein Verantwortlieher be- stellt sein, dessen Name der Überwaehungs- und Zertifizierungsstelle zu benennen ist. Dieser oder ein von ihm Beauf- tragter muB während der Betriebszeit im Werk anwesend sein. Es muB siehergestellt sein, daB

a) die Werkseinrichtungen keine Mängel aufweisen und regelmäBig gewartet werden;
b) das Personal für seine Aufgaben im Herstellbetrieb ge- schult wird und daB die Anweisungen für die Herstel- lung beaehtet werden. Die Anweisungen sind - soweit er- forderlieh - schriftlich niederzulegen;
c) die verlangten Prüfungen und Kontrollen sachgemäB durehgeführt werden;
d) die geforderten Aufzeichnungen ordnungsgemäB durch- geführt werden;
e) die Kennzeichnung den Anforderungen und Angaben der jeweiligen allgemeinen bauaufsiehtliehen Zulassung entspricht;
f) nur solche mit einer Zulassungsnummer versehenen Baustoffe das Werk verlassen, die die in den Zulassungen gestellten Anforderungen erfüllen.

1.2 Ein Wechsel des für die Herstellung Verantwort- lichen sowie eine wesentliehe Änderung an den Produktionsanlagen sind der Überwachungs- und Zertifizierungs- stelle mitzuteilen.

1.3 Es ist ein Werktagebuch zu führen, das mindestens folgende Angaben enthalten muB:

1) die für die Produktion verwendeten und in der Zulas- sung genannten Rohstoffe;
2) Misehungsverhältnis oder Mengenangaben dieser Roh- stoffe;
3) die Bezeichnung der Charge;
4) die Produktionsmenge und den Produktionszeitraum.

2 Werkseigene Produktionskontrolle

2.1 Für die werkseigene Produktionskontrolle geltern die in der Anlage 03 zur Bauregelliste A getroffenen Festlegungen. Darüber hinaus sind produktbezogen Art und Umfang der werkseigenen Produktionskontrolle in Abstimmung mit der Überwachungsstelle nach den Erfordernissen des Einzelfalles festzulegen, soweit diese nicht in den Zulassungen oder für genormte Stoffe in den Stoffnormen festgelegt sind. Dabei sind Inhalt und Umfang der werkseigenen Produktionskontrolle so vorzugeben, daB alle in der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung vorgesehenen Ausführungsarten erfaBt sind. Bei Produkten, die sieh nur in Punkten unterscheiden, die auf das Brandverhalten nicht von EinfluB sind, kann das Prüf- und Kontrollprogramm dies hinsichtlich der Häufigkeit und der Art der durchzuführenden Prüfungen berüeksiehtigen.

2.2 Unbeschadet der Anforderungen in den jeweiligen allgemeinen bauaufsiehtliehen Zulassungen sind mindestens folgende MaBnahmen durchzuführen:

2.2.1 Abmessungen

Soweit in den allgemeinen bauaufsichtliehen Zulassungen oder Normen Begrenzungen der Dicken, Rohdichten oder Fläehengewichte enthalten sind, ist deren Einhaltung mindestens einmal an jedem Herstellungstag oder bei jeder Charge zu kontrollieren.

2.2.2 Beschichtungsstoffe

Bei Besehichtungsstoffen in flüssiger oder pastöser Form ist an jedem Herstellungstag mindestens einmal der Feststoffgehalt zu bestimmen.

2.2.3 Dämmstoffe

Bei Dämmstoffen ist in der Regel einmal wöchentIich bzw. bei jeder Charge die Prüfung nach Abschnitt 6.2 der DIN 4102-1 (B2-Prüfung) oder, soweit für die Klassifizierung erforderlich, bei jeder Charge die Glühverlustbestimmung nach DIN ISO 1887 bei allen produzierten Varianten erforderlich.

2.2.4 Feuerschutzmittel

Die Dichte oder der Trockenstoffgehalt ist an jedem Herstellungstag bzw. bei jeder Charge mindestens einmal zu bestimmen.

2.2.5 FuBbodenbeläge

Bei FuBbodenbelägen ist wöchentlich einmal die Prüfung nach DIN 4102-1 Abschnitt 6.2 (B2-Prüfung) durchzuführen. Die Probe ist dabei mit einer Faserzementplatte* zu hinterlegen. Die GröBe des Brennfleckes und die Nachbrenn- dauer sind mit den Werten, die bei der Erteilung des Zulas- sungsbescheids zugrunde gelegen haben und bei der Fremdüberwachung ermittelt wurden, zu vergleichen.

2.3 Über die Ergebnisse der werkseigenen Produktions- kontrolIe sind folgende Aufzeichnungen zu machen, die mindestens 5 Jahre aufzubewahren und der Überwachungs- stelle auf Verlangen vorzulegen sind:

a) Ort und Zeitpunkt der Probenahme und die Chargen- bezeichnung;

b) Prüf- und Kontrollergebnisse gemäB Abschnitt 2.2.

2.4 Treten bei der Fremdüberwachung negative Ergeb- nisse auf, können durch die Überwachungsstelle im Rahmen der werkseigenen Produktionskontrolle zusätzliche MaB- nahmen festgelegt werden.

3 Fremdüberwachung und Zertifizierung

Die Fremdüberwachung umfaBt:

Erstinspektion des Werkes und der werkseigenen Pro- duktionskontrolle;

laufende Inspektion und Beurteilung des Werkes und des Bauprodukts;

regelmäBige Auswertung der werkseigenen ProduktionskontrolIe;

regelmäBige Probenahme und Durchführung der Produktprüfung;

regelmäBiges Ausstellen eines Fremdüberwachungsbericht es.

Die Fremdüberwachung sowie Zertifizierung sind auf der Grundlage entsprechender Verträge durch dafür bauaufsichtlich anerkannte Überwachungs- bzw. Zertifizierungsstellen durchzuführen (s. "Verzeichnis der Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstellen nach den Landesbauordnungen. Teil Ua: Stellen zur Einschaltung beim Nachweis der Über- einstimmung nicht geregelter Bauprodukte und Bauarten mit der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung ").

Der Nachweis darüber, daB das Übereinstimmungszertifikat erteilt worden ist, gilt als erbracht, wenn das betreffende

Erzeugnis oder - soweit dies nicht möglich - dessen Verpackung oder dessen Lieferschein entsprechend der Übereinstimmungszeichenverordnung des Sitzlandes des jeweiligen Herstellwerkes mit dem Übereinstimmungszeichen gekennzeichnet ist.

Ist für den Zulassungsgegenstand bereits aufgrund anderer bauaufsichtlicher Vorschriften (z. B. Bauregelliste A) ein Übereinstimmungsnachweis zu führen, so ist der Nachweis des Brandverhaltens in diesen einzubeziehen.

Kann die betreffende Überwachungsstelle bestimmte Pro- duktprüfungen nicht selbst durchführen, so ist eine der im "Verzeichnis" genannten Stellen (Auszug siehe Anlage 1)auf der Grundlage einer entsprechenden schriftlichen Vereinbarung im Unterauftrag einzuschalten.

3.1 Erstinspektion

Die Überwachungsstelle hat sich davon zu überzeugen, daB der Hersteller durch seine Einrichtungen und durch sein Fachpersonal (siehe Abschnitt 1) sowie durch die erforder- lichen Voraussetzungen zur regelmäBgen Durchführung der werkseigenen Produktionskontrolle Gewähr dafür bietet, daB die Feuerschutzmittel, Baustoffe oder Textilien ständig in gleichmäBiger und ordnungsgemäBer Beschaffenheit hergestellt und die gemäB allgemeiner bauaufsichtlicher sung gestellten Anforderungen erfüllt werden.

3.2 Umfang der Fremdüberwachung

Die Fremdüberwachung muB - sofem in der Zulassung nichts anderes festgelegt ist - durch die Überwachungsstelle mindestens zweimal im Jahr erfolgen. Die Überwachungs- stelle ist nach mindestens einjähriger beanstandungsfreier Überwachung berechtigt, die Zahl der Überwachungen auf eine pro Jahr herabzusetzen, wenn sich die Herstellung als wenig fehlerempfindlich erweist und die bisherigen Kon- troll- und Prüfergebnisse deutlich positiv sind.

Das Kontroll- und Prüfprogramm im Rahmen der Fremd- überwachung ist so aufzustellen, daB alle in der Zulassung berücksichtigten Ausführungsarten erfaBt sind.

Bei Produkten, die sich nur in Punkten unterscheiden, die auf das Brandverhalten nicht von EinfluB sind, kann das Programm dies bei der Häufigkeit und Art der durchzu- führenden Prüfungen berücksichtigen.

Unbeschadet der FestIegungen in den Normen, Zulassungen oder Zulassungsgrundsätzen sind die Prüfungen wie folgt durchzuführen:

Die Prüfung erfolgt nach DIN 4102-15 und DIN 4102-16 im Brandschacht im allgemeinen an einem Probekörper.

Bei richtungsabhängigem Brandverhalten wird die gemäB Prüfungsbericht über die erste Prüfung ungünstigere Richtung geprüft. Bezieht sich der Zulassungsbescheid auf nicht werksmäBig hergestellte Verbunde, so sind in der Regel im Rahmen der Fremdüberwachung entsprechende Verbunde herzustellen und zu prüfen.

Für FuBbodenbeläge ist eine ausreichende Anzahl von Ver- suchen, maximal 5 Versuche, nach Abschnitt 2.2.5 dieser Richtlinien und 1 Versuch nach DIN 4102-14 durchzu- führen.

Bei der Überwachung kann auf Brandversuche verzichtet werden, soweit eine Identitätskontrolle einwandfrei möglich ist. Dies ist zum Beispiel bei salzhaltigen Feuerschutzmit- teln für Holz und Textilien der Fal!.

* Z. B. Faserzementplatten. asbestfrei. naturerhärtet. 6 :I:1 mm click, Rohclichte 1900;1;100 kg/m3, Gehalt an brennbaren Bestandteilen S 6 0/0,Baustoffklasse DIN 4102 A. oder Platten aus GIasfaserbeton, 6,5 mm click, Rohclichte 1900 :I:100 kg/m3, Baustoffklasse DIN 4102-AI (Faserbetonwerk Kolbermoor GmbH & Co. KG. Glasberg I, 83059 Kolbermoor).

Sind in Normen oder Zulassungen - z. B. für Verbundbaustoffe - besondere Anforderungen hinsichtlich des Brandverhaltens einzelner Bestandteile enthalten, ist das Ein- halten dieser Bestimmungen gesondert zu überprüfen.

3.3 Einstellung der Fremdüberwachung

Von der Einstellung der Fremdüberwachung sind von der Überwachungsstelle die Zertifizierungsstelle und von der Zertifizierungsstelle die im Sitzland des Herstellwerkes zuständige oberste Bauaufsichtsbehörde und das Deutsche Institut für Bautechnik unverzüglich zu unterrichten. Die Zertifizierungsstelle veranlaBt die Zurückziehung des Über- einstimmungszertifikates und die Kündigung des Zertifizie- rungsvertrages. Die Erzeugnisse dürfen unmittelbar nach Einstellung der Fremdüberwachung nicht mehr oot dem Übereinstimmungszeichen gekennzeichnet werden.

Wenn bei der Fremdüberwachung in einem Herstellwerk ein Produkt, das über mehrere Zulassungen unter anderen Bezeichnungen und ggf. durch unterschiedliche Antragsteller vertrieben wird, die Anforderungen nicht erfüllt, gilt der Übereinstimmungsnachweis des Brandverhaltens für alle anderen mitgeitenden Zulassungen für dieses Herstellwerk ebenfalls als nicht erbracht.

Wenn bei der Fremdüberwachung in einem Herstellwerk ein Produkt einer in einer Zulassung aufgeführten Produkten- liste die Anforderungen nicht erfüllt (z. B. mit einer be- stimmten Rohdichte, Dicke oder Flächengewicht), gilt der Nachweis der Übereinstimmung für alle in der Zulassung genannten Produkte für dieses Herstellwerk als nicht er- bracht, es sei denn, es wird durch Zusatzversuche festgestellt, für welchen Bereich die gestellten Anforderungen erfüllt werden.

Anlage 1

Auszug aus dem "Verzeichnis der Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstellen nach den Landesbauordnungen. Teil Ha: Stellen zur Einschaltung beim Nachweis der Über- einstimmung nicht geregelter Bauprodukte und Bauarten mit der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung - Stand: Oktober 1996-".

Bundesanstalt und-prüfung für Materialforschung (BAM) * Unter den Eichen 87 12205 Berlin
Forschungs- und Materialprüfungsanstalt Baden-Württemberg - Otto-Graf-Institut - * Pfaffenwaldring 4 70569 Stuttgart
Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz der Technischen Universität Braunschweig -Amtliche Materialprüfanstalt - Beethovenstr. 52 38106 Braunschweig
Institut für Baustoffkunde und Material prüfwesen der Universität Hannover -Amtliche Materialprüfanstalt Nienburger Str. 3 30167 Hannovèr
Institut für Ho1zforschung der Universität München Winzererstr. 45 80797 München
Landesgewerbeanstalt Bayern, Materialprüfungsamt Tillystr. 2 90431 Nürnberg
Materialprüfungsamt Nordrhein- Westfalen- AuBenstelleErwitte -* Auf den Thränen 2 59597 Erwitte
Materialforschungs- und Prüfungsanstalt für Bauwesen Leipzig Richard-Lehmann- Stro 19 04252 Leipzig
Güteschutzgemeinschaft schaum e.v. ** Mannheimer Str. 97 60327 Frankfurt a. M.
Güteschutzgemeinschaft Kunststoffrohre e. V. * * Dyroffstr. 2 53113 Bonn
Überwachungsgemeinschaft Polyurethan-Hartschaum e.v. ** Kriegerstr. 17 70191 Stuttgart

* Für den Obereinstimmungsnachweis von Bodenbelägen als bauaufsichtlich anerkannt geitende Stellen.
** Überwachungsstellen mit Produktprüfung im Unterauftrag dureh anerkannte Stellen.

Anlage 2

Zusätzliche Bestimmungen für die Fremdüberwachung, einschlieOlich der Produktprüfung von blähfähigem Polystyrol und den daraus hergesteUten Polystyrol-Hartschaum- platten

1. Für den Rohstoffhersteller und für die Überwa- chungsstelle wird folgendes bestimmt:

Die Einhaltung der vom Rohstoff geforderten Eigenschaften ist in jedem Herstellwerk durch eine Überwachung, bestehend aus Erstinspektion, werkseigener Produktionskontrolle und Fremdüberwachung, zu prüfen. Die Erstinspektion und die Fremdüberwachung sind durch eine der in der Anlage 1 genannten Überwachungsstellen durchzuführen.

a) Erstinspektion
  • Bei der Erstinspektion sind folgende Brandprüfungen durchzuführen
  • je 1 Brandschachtversuch nach DIN 4102-16 an 10 mm und 80 mm dicken Proben in kleinster und gröBter Roh- dichte gemäB Zulassung,
  • je 1 Brandschachtversuch nach DIN 4102-16 an 10 mm dicken Pro ben mit gröBter Rohdichte gemäB Zulassung, aufgeklebt auf Faserzementplatten mit Kleber der Gruppe 1 und 3, für die der Nachweis der Schwerent- flammbarkeit (Baustoffklasse DIN 4102-Bl) erbracht ist,
  • für die Beurteilung ausreichende Anzahl von B2-Ver- suchen nach DIN 4102-1, Abschnitt 6.2, an Proben mit kleinster und gröBter Rohdichte gemäB Zulassung.
Die Proben müssen aus vom Rohstoffhersteller gefertigten Platten entnommen oder aus dort entnommenen zum Versand freigegebenen Rohstoffen besonders hergestellt werden.

b) Werkseigene Produktionskontrolle

Im Rahmen der werkseigenen Produktionskontrolle ist in jedem Betrieb produktionstäglich mindestens einmal eine Rohstoffprobe zu entnehmen und daraus ein Block zu schäu- men, aus dem 15 Proben mit den MaBen 190 mm x 90 mm x 60 mm herzustellen sind. Davon sind 5 Proben 24 Stunden

im Umlufttrockenschrank bei 70 oe zu lagern und an- schlieBend nach Abküh}ung gemä6 DIN 4102-1, Abschnitt 6.2.2.1, bei Kantenbeflammung zu prüfen.

Die übrigen 10 Proben sind mit Datum der Rohstoff- und Probenherstellung zu versehen und zur Verfügung der Überwachungsstelle mindestens 7 Tage vor den Einflüssen der Witterung geschützt aufzubewahren.

In jedem Produktionsmonat sind femer mindestens 10 Pro- ben oot den MaBen 1000 mm x 190 mm x 60 mm mit wechseinder Rohdichte (klein, mittel, groB) herzustellen, mit Datum der Rohstoff- und Probenherstellung zu versehen und ebenfalls zur Verfügung der Überwachungsstelle im Produktionsbetrieb zu lagem.

c) Fremdüberwachung
  • Die Fremdüberwachung muB mindestens zweimal jährlich erfolgen. Dabei sind
  • die werkseigene Produktionskontrolle zu überprüfen,
  • die Kennzeichnung der Rohstoffe auf den Verpackungen zu kontrollieren und
  • Proben für Brandprüfungen zu entnehmen.
Nach 5jähriger beanstandungsfreier Überwachung kann der Überwachungszyklus auf einmal jährlich reduziert werde .
Die Probenahme kann aus den je Produktionsmonat im Rahmen der werkseigenen Produktionskontrolle hergestellten Rückstellproben als auch aus zum Versand freigegebenem Rohstoff erfolgen. In letzterem Fall müssen aus dem Rohstoff im Beisein eines Beauftragten der Überwachungsstelle Proben hergestellt werden.

An den entnommenen oder hergestellten Proben sind von der Überwachungsstelle
  • eine zur Beurteilung ausreichende Anzahl von B2-Ver- suchen nach DIN 4102-1, Abschnitt 6.2, und
  • 1 Brandschachtversuch nach DIN 4102-16
durchzuführen. Nach Vorliegen positiver Versuchsergeb- nisse können alle Rückstellproben beim Hersteller bis zum Datum der letzten Entnahme vemichtet werden.

2. Für die Überwachung der Schaumstoffhersteller wird folgendes bestimmt:

Die Einhaltung der Eigenschaft "schwerentflammbar" der Platten ist in jedem Herstellwerk der Hartschaumplatten durch eine Überwachung, bestehend aus werkseigener Pro- duktionskontrolle und Fremdüberwachung, zu prüfen. Hier- für sind die "Richtlinien zum Übereinstimmungsnachweis schwerentflammbarer Baustoffe (Baustoffklasse DIN 4102- BI) nach allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung" maBgebend. Die Überwachung des Brandverhaltens ist in die Überwachung der Platten nach DIN 18 164 mit einzubeziehen.

18999246

Richtlinien zum Übereinstimmungsnachweis nichtbrennbarer Baustoffe (Baustoff- klasse DIN4102-A) nach allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung
- Fassung Oktober 1996 -

Nichtbrennbare (Klasse A) Baustoffe nach allgemeiner bau- aufsichtlicher Zulassung bedürfen für ihre Verwendung des Übereinstimmungsnachweises "ÜZ" (Übereinstimmungs- zertifikat durch eine anerkannte Zertifizierungsstelle) auf der Grundlage einer werkseigenen Produktionskontrolle durch den betreffenden Hersteller und einer Fremdüber- wachung, einschlieBlich Produktprüfung, durch eine aner- kannte Überwachungsstelle.

Für die im Rahmen der Produktprüfung anzuwendenden Prüfverfahren geIten die "Zulassungsgrundsätze für den Nachweis der Nichtbrennbarkeit von Baustoffen (Baustoffklasse A) nach DIN 4102-1", soweit im folgenden nichts anderes bestimmt ist.

1 Anforderungen an das Herstellwerk

1.1 Für die Herstellung muB ein Verantwortlicher bestellt sein, dessen Name der Überwachungs- und Zertifizierungsstelle zu benennen ist. Dieser oder ein von ihm Beauftragter muB während der Betriebszeit im Werk anwesend sein. Es muB sichergestellt sein, daB

a) die Werkseinrichtungen keine Mängel aufweisen und regelmäBig gewartet werden;
b) das Personal für seine Aufgaben im Herstellbetrieb ge- schult wird und daB die Anweisungen für die Herstel- lung beachtet werden. Die Anweisungen sind - soweit erforderlich - schriftlich niederzulegen;
c) die verlangten Prüfungen und Kontrollen sachgemäB durchgeführt werden;
d) die geforderten Aufzeichnungen ordnungsgemäB durch- geführt werden;
e) die Kennzeichnung den Anforderungen und Angaben der jeweiligen allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung entspricht;
f) nur solche mit einer Zulassungsnummer versehenen Baustoffe das Werk verlassen, die die in den Zulassungen gestellten Anforderungen erfüllen.

1.2 Ein Wechsel des für die Herstellung Verantwortlichen sowie eine wesentliche Änderung an den Produktionsanlagen sind der Überwachungs- und Zertifizierungs- stelle mitzuteilen.

1.3 Es ist ein Werktagebuch zu führen, das mindestens folgende Angaben enthalten muB:

1) die für die Produktion verwendeten und in der Zulassung genannten Rohstoffe;
2) Mischungsverhältnis oder Mengenangabe dieser Rohstoffe;
3) die Bezeichnung der Charge;
4) die Produktionsmenge und den Produktionszeitraum.

2 Werkseigene Produktionskontrolle

2.1 Für die werkseigene Produktionskontrolle geIten die in der Anlage 03 zur Bauregelliste A getroffenen Festlegun- gen. Darüber hinaus sind produktbezogen Art und Umfang der werkseigenen Produktionskontrolle in Abstimmung mit der Überwachungsstelle nach den Erfordemissen des Einzel- falIes festzulegen, soweit diese nicht in den Zulassungen


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AECTP-230
CLIMATIC CONDITIONS

TABLE OF CONTENTS

SECTION 231 General
General General
SECTION 232 TRANSPORTATION
Leaflet 232/1 Transportation
SECTION 233 HANDLING AND STORAGE
Leaflet 233/1 Handling and Storage
SECTION 234 MAN-MOUNTED AND PORTABLE
Leaflet 234/1 Man-Mounted and Portable
SECTION 235 DEPLOYMENT OR INSTALLATION ON OR IN VEHICLES
Leaflet 235/1 Deployment or installation on or in vehicles
SECTION 236/237 DEPLOYMENT ON AIRCRAFT
Leaflet 236/237/1 Deployment on Aircraft
SECTION 238 DEPLOYMENT ON SHIPS
Leaflet 238/1 Deployment on ships
SECTION 239 WEAPONS
Leaflet 239/1 Air and Surface Weapons
SECTION 2310 VALIDATION OF TEST SEVERITIES
Leaflet 2310/1 Validation of Test Severities
SECTION 2311 WORLDWIDE EXTREME CLIMATIC & ENVIRONMENTAL CONDITIONS FOR DEFINING DESIGN/TEST CRITERIA
Leaflet 2311/1 Climatic Categories and their Geographica Location
Leaflet 2311/2 World-wide Ambient Air Temperature and Humidity Conditions and Levels of Direct Solar Radiation
Leaflet 2311/3 Additional Climatic Environmental Factors

1. GENERAL

1.1. Purpose

a. The purpose of the AECTP-230 series of leaflets is to present characteristics and data samples of natural and induced climatic conditions that influence the design of materiel. For the purpose of this document, induced climatic conditions are the ambient environmental conditions resulting from the modification of the natural climatic conditions due to the structure in which, or on which, the materiel is utilised.

b. Leaflet 231 gives general guidance on the types and causes of natural and induced climatic environments, and gives information that is applicable to a variety of materiel types and platforms. Induced environments included are:

  • - Temperature (including solar radiation)
  • - Humidity
  • - Air Pressure
  • - Hydrostatic Pressure
  • - Icing
  • - Dust and Sand
  • - Wetting
  • - Erosion by Impact

Section 231 should be consulted before any other leaflets in AECTP- 230 are consulted.

c. Sections 232 to 239 cover different situations in which materiel may be found, and follow a standardised format. For each situation, the characteristics of relevant induced environments are described for each set of circumstances that may apply. The potential damaging effects of those environments are described, and advice is given on the selection of test methods and severities.

1.2. Scope

a. AECTP-230 complements, amplifies, and extends information previously contained in STANAG 2895 by identifying potential damaging effects that natural and induced environmental conditions have on materiel, and by providing guidance on the selection of suitable test methods.

b. AECTP-230 series of leaflets are organised around classes of materiel items. The leaflets focus on the effects of the natural environment, or on the act or process by which environments experienced by materiel items are altered by environmental factors inherent in circumstantial conditions, platforms, or other materiel items that surround them. These leaflets are not intended to be comprehensive. When used in conjunction with AECTPs 100 and 300 (and other sources of relevant information), these leaflets provide information on climatic conditions that should enable a comprehensive and cost effective set of environmental tests (type approval or qualification) to be selected, formulated, and conducted in response to project environmental and related requirements.

c. AECTP-230 does not address all environments arising from accident, hostile conditions or nuclear effects.

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When it comes to safety ACD conforms itself to the standards which are common practice with our customers.
For fire retardancy of the fabric we are using the following DIN 54 336, below you can find the explanation.

Stanag
Stanag 2895
Deutsche Industrie Norm - DIN 54 336
AECTP 230e
DIN 4102-B1 Brandwerendheid
Flammability tests

Testing of textiles; determination of burning behaviour; vertical method, ignition at the lower edge of the specimen.
Ersatz für Ausgabe 08.80

MaBe in mm Aligemeintoieranzen:
DIN 7168 - 9

1 Anwendungsbereich

Das Verfahren nach dieser Norm ist für folgende Textilien (siehe DIN 60 000) anwendbar: Gewebe, Geflechte, Maschenwaren oder nach anderen Verfahren hergestellte Flächengebilde aus Faserstoffen. Diese können auch beschichtet, kaschiert, laminiert oder beflockt sein.

Bei dem Prüfverfahren wird das Brennverhalten unter den in der Norm festgelegten Bedingungen ermittelt. Die Bedingun-

gen können von den vielfältigen Möglichkeiten bei Bränden beträchtlich abweichen. Dies ist bei der Verwendung der

Ergebnisse für Risikoabschätzungen unbedingt zu beachten.

Vor Anwendung dieser Norm ist zu prüfen, ob aufgrund von Vorschriften, Verordnungen oder Gesetzen andere Prüfver- fahren zur Beurteilung des Brennverhaltens vorgeschrieben sind.

Das Verfahren gilt nicht für textile FuBbodenbeläge und Wandbeläge.

2 Zweck

Die Prüfung nach dieser Norm dient zur Betimmung des Brennverhaltens von Textilien bei Einwirkung einer definier- ten Flamme auf die freie Kante lotrecht angeordneter Proben. Dabei werden ermittelt:

a) Brennzeit, Glimmzeit, Grad der Zerstörung bzw.

b) Flammenausbreitungsgeschwindigkeit.

Zur Charakterisierung des Brennverhaltens von Textilien, deren Proben sich durch die Beflammung nicht zünden lassen oder die nach der Beflammung innerhalb der MeB- strecken verlöschen, dient die Bestimmung der Brennzeit, der Glimmzeit und des Grades der Zerstörung. Für alle anderen Proben dient dazu die Bestimmung der Flammenausbrei- tungsgeschwindigkeit zwischen den Markierungen A und B (siehe Bild 3a).

3 Begriffe

Der Begriff Probe wird im folgenden stets im Sinne von Endprobe nach DIN 53 803 Teil 1 verwendet.

3.1 Brennstrecke

Die Brennstrecke ist (250 :t 1) mm lang. Sie ist durch die beiden Markierungen A und B (siehe Bild 3 a), an denen Baumwollfäden über die Probe gespannt sind, begrenzt.

3.2 Brennzeit
Die Brennzeit ist die Zeit in Sekunden von der Wegnahme der Zündflamme bis zum Verlöschen von Flammen an der Probe.

Anmerkung: In einigen Prüfnormen wird die Brennzeit vom Beginn der Beflammung an gerechnet. Zur Unterscheidung kann die in dieser Norm definierte Brennzeit auch als Nachbrennzeit bezeichnet werden.

3.3 Glimmzeit

Als Glimmzeit gilt die Zeit in Sekunden vom Verlöschen der Flamme an der Probe bis zur Beendigung des Glimmens. Wird die Probe durch die Zündflamme nicht zum Entflammen gebracht, glimmt sie aber nach Entfernen der Zündflamme weiter, so wird die Glimmzeit von dem Zeitpunkt nach Ent- fernen der Zündflamme an gemessen.

3.4 Grad der Zerstörung

Als Grad der Zerstörung gilt die EinreiBlänge(siehe Ab- schnitt 7.6).

3.5 Flammenausbreitungsgeschwindigkeit

Die Flammenausbreitungsgeschwindigkeit ist der Quotient aus der Brennstreckeund der Zeitdifferenz zwischen dem Durchbrennen der Baumwollfäden an den Markierungen A und B. Sie wird in mm/s angegeben.

3.6 Brandnebenerscheinungen

Brandnebenerscheinungensind insbesondere Schmelzen, Abtropfen, brennendes Abtropfen und Rauchentwicklung.

4 Kurzbeschreibung des Verfahrens

Die einzelnen Proben an der unteren Kante werden 3 bzw. 15 Sekunden lang mit einer definierten Gasflamme im

Winkel von 60 0 zur Waagerechten beflammt. Bei Proben, an denen durch die Flammenfront der Baumwollfaden bei der Markierung B durchbrennt, wird die Flammenausbreitungs- geschwindigkeit ermittelt.

Für alle anderen Proben, die sich nicht zünden lassen oder innerhalb der MeBstrecke verlöschen, werden gegebenen- falls Brennzeit, Glimmzeit und Grad der Zerstörung der Probe bestimmt (hierbei kann auch ohne Markierungsfäden gemessen werden).

5 Prüfgeräte und Prüfmittel

5.1 Brennkasten

Brennkasten nach DIN 50050.

Ist bei der Prüfung die Beobachtung an dem oberen Proben- ende notwendig, so ist es zweckmäBig, einen gleichartigen, aber um 230 mm höheren Brennkasten zu verwenden.

Folgende MaBe in mm für die Kastenhöhe wären dann gültig:

  • 1040 (810)
  • 890 (660)
  • 680 (450)
  • 580 (350)

Die in Klammern gesetzten MaBe entsprechen denen aus DIN 50050.

NormenausschuB Materialprüfung (NMP) im DIN Deutsches Institut für Normung e.V.
Textilnorm, NormenausschuB Textil und Textilmaschinen im DIN

5.2 Stativ

Das Stativ besteht aus einer Grundplatte (Abmessungen siehe DIN 50 050, Bild Brennkasten) mit einem lotrechten Stab, an dem die Einhängevorrichtung für den Probenhalter befestigt ist. Die Einhängevorrichtung für den Probenhalter muBso angeordnet sein, daB der Abstand von der Oberkante des auf 60' zur Horizontalen geschwenkten Brenners zur Unterkante der Probe vertikal gemessen (20:t 1) mm beträgt (siehe Bild 1).

5.3 Probenhalter

Der Probenhalter besteht aus zwei U-förmigen Metallrahmen, z. B. aus nichtrostendem Stahl oder Kupfer-Zink-Legierung, nach Bild3a. Für ungleichmäBig dicke oder stark strukturierte Textilien kann auch ein Probenhalter mit in Bild 3b darge- stellten Einkerbungen verwendet werden. Durch federnde Klammern oder Schrauben werden die beiden Rahmen so zusammengepreBt, daB die eingespannte Probe möglichst wenig verformt und während des Prüfvorganges nicht aus der Halterung gezogen wird.

Der der Prüfperson abgewandte Teil des Rahmens enthält eine Bohrung und Führung, mit der er an der Einhängevor- richtung des Stativs befestigt werden kann.
Auf den Schenkeln des U-förmigen Deckrahmens des Probenhalters befinden sich je zwei Haken (siehe Bild 3a), über die je ein Baumwollfaden möglichst dicht an der Probenoberfläche als Markierung für die Brennstrecke gespan nt werden kann.

Proben, die schmaler sind als etwa 100 mm, z. B. Bänder, werden auf einem Nadelkamm (siehe Bild 4) befestigt und dieser in den Probenhalter eingespannt.

5.4 Brenner

Brenner nach DIN50051.

Der Brenner ist so angebracht, daB er sowohllotrecht stehen als auch so geneigt werden kann, daB er mit der Horizontalen einen Winkel von 60' bildet (siehe Bild 1). Er muB auf der Grundplatte des Stativs vor- und rückschiebbar sein.

5.5 Brenngas

Als Brenngas dient Progangas nach DIN 51622, das mit einem Überdruck von 500 mbar zugeführt wird.

5.6 Stoppuhren

Es sind zwei Stoppuhren mit Schleppzeiger mit einem Skalenteilungswertvon 0,2 s zu verwenden.

5.7 Schablone

Zum Ausschneiden der Proben ist eine Schablone oder eine Stanzvorrichtung mit den MaBen 450 mm x 120 mm zweckmäBig.

5.8 MaBstab

Es ist ein MaBstab mit Millimeter-Teilung zu verwenden.

5.9 MeBblech

Zum Einstellender Flammenhöheist ein MeBblechmit einer 40-mm-Markierungzu verwenden.

5.10 Baumwollfaden

Eswird ein Baumwollfaden von etwa 50 dtex x 3 verwendet. Zum Spannen des Baumwollfadens werden beidseitig Gewichtsstücke von je 15 9 verwendet.

5.11 Locher


Mit der Vorrichtung r:nüssen Löcher mit etwa 5 mm Durch- messer herstellbar sein.

5.12 Gewichtstücke

EssindGewichtstückemitAnhängehakenim Gesamtgewicht t von 100, 250, 350 und 450 9 zu verwenden.

6 Prob~nahme und Probenvorbereitung

6.1 450 mm x 120 mm in Längs- und Querrichtung (Beispiel eines Entnahmeschemas siehe Bild 5) zu entnehmen, wobei die Entnahmestellen einen Abstand von mindestens 100 mm von vorhandenen Bahnkanten haben müssen.

6.2 Die Proben sind im Normalklima DIN 53 802 - 20/65 auszulegen. Die Proben dürfen erst unmittelbar vor Durch-

führung des Brennversuches dem klimatisierten Raum entnommen werden. Sind der klimatisierte Raum und die

Brennprüfstelle getrennt, müssen die Proben in einem wasserdampfdichten Behälter befördert werden. Die Luft im Behälter muB dem Normalklima DIN 53 802 - 20/65

angepaBt sein.

7 Durchführung

7.1 Der Brenner ist in lotrechter Stellung zu zünden und die Flamme mit Hilfe des MeBbleches trühestens nach 1 Minute auf (40:t 3) mm Höhe eirlzustellen. Der Brenner ist dann auf der Grundplatte soweit zu verschieben, daB die Flamme von den einzuhängenden Proben einen Abstand von mindestens 50 mm hat.

7.2 Jede Probe ist unmittelbar nach der Entnahme aus dem klimatisierten Raum oder dem wasserdampfdichten Behälter so in den Probenhalter einzuspannen, daB die Kante der einen Schmalseite bündig mit den Vorderkanten der beiden Schenkel des Probenhalters abschlieBt. Beim Einspannen ist darauf zu achten, daB die Proben möglichst nicht verformt werden. Der Probenhalter wird dann an der Einhängevor- richtung am Stat iv betestigt. Zur Bestimmung der Flammen- ausbreitungsgeschwindigkeit sind bei den Markierungen A und B Fäden anzubringen (siehe Bild 3a).

7.3 AnschlieBend ist der Brenner auf 60' zur Horizontalen in Richtung auf die Probe zu neigen und so an die freie Proben- kante heranzuschieben, daB deren Mitte von der Zündflamme voll getroffen wird.

7.4 In dieser Anordnung sind nacheinander fünt der in Längsrichtung und fünt der in Querrichtung entnommenen Proben jeweils 3 Sekunden lang zu beflammen. AnschlieBend sind in gleicher Weise nacheinander fünf in Längsrichtung und fünf in Querrichtung entnommene Proben jeweils 15 Sekunden lang zu beflammen.

Nach jedem Beflammen ist der Brenner wieder mindestens 50 mm (Iangsam innerhalb einer Sekunde) von der Probe zurückzuziehen.

7.5 Verlischt die Flamme innerhalb der MeBstrecke von selbst, so sind die Brennzeit, gegebenenfalls die Glimmzeit und der Grad der Zerstörung zu messen.
Für alle anderen Proben ist die Zeit vom Durchbrennen des Fadens bei der Markierung A bis zum Durchbrennen des Fadens bei der Markierung B zu messen und die Flammen- ausbreitungsgeschwindigkeit in mm/s zu berechnen.

7.6 Um den Grad der Zerstörung zu bestimmen, wird die

EinreiBlänge ermittelt. Hierzu ist nach dem Entnehmen der Probe aus dem Probenhalter an den seitlichen Schenkeln neben der Brennstrecke, etwa 5 mm von der Unterkante entfernt, beiderseits ein Loch einzustanzen. Mit dem einen eingestanzten Loch ist die Probe in einen Haken an einem Laborstativ einzuhängen. In das andere Loch ist ein Gewicht- stück nach Tabelle 11angsam und gleichmäBig einzuhängen.
Durch die Wirkung der Gewichtstücke wird der beschädigte Teil zerrissen (siehe Bild 6). Mit dem MaBstab ist sodann die Länge des nicht eingerissenen Abschnittes der Probe zu messen. Der Grad der Zerstörung (EinreiBlänge), als Differenz dieser Länge und der ursprünglichen Gesamtlänge der Probe, errechnet sich nach:


E = Lo - Lv

Hierin bedeuten:

E EinreiBlänge in mm
Lo Länge der Probe in mm
Lv unbeschädigte Länge der Probe in mm

Tabelle 1. Belastung In Abhängigkeit von der Flächen- masse der Probe

Flächenmasse
g/m2
bis
200
201
bis
500
501
bis
750
über
750
Belastung g 100 250 350 450

7.7 Besondere Beobachtungen beim Brennvorgang und solche hinsichtlich der Brandnebenerscheinungen (siehe Abschnitt 3.6) sind zu erfassen.

8 Prüfbericht'

Im Prüfbericht sind unter Hinweis auf diese Norm anzugeben: a) Beschreibung des Probenmaterials
b) Grad der Zerstörung als Einzelwerte auf 5 mm gerundet,

für die Proben, für die keine Flammenausbreitungsge- schwindigkeit angebbar ist.

c) Mittelwerte des Grads der Zerstörung gerundet auf 5 mm für die MeBreihen, für die Mittelwerte von Brennzeiten angebbar sind.

d) Glimmzeiten als Einzelwerte auf ganze Sekunden gerundet, für die Proben, für die keine Flammenausbrei- tungsgeschwindigkeit angebbar ist.

e) Flammenausbreitungsgeschwindigkeiten als Einzelwerte auf 1mm/s gerundet oder Brennzeiten als Einzelwerte auf ganze Sekunden gerundet für die Proben, für die keine Flammenausbreitungsgeschwindigkeiten angebbar sind.

f) Mittelwerte der Flammenausbreitungsgeschwindigkeiten gerundet auf 1 mm/s bzw. der Brennzeiten gerundet auf ganze Sekunden für solche MeBreihen, für die 5 Einzel- werte der Flammenausbreitungsgeschwindigkeit bzw. 5 Einzelwerte der Brennzeit angegeben werden können.

g) Gegebenenfalls Brandnebenerscheinungen und beson- dere Beobachtungen zum Brennvorgang.

h) Abweichungen von der Norm.

i) Prüfdatum.

deutsche-norm-din-54336

What's STANAG to do with equipment and climate?

When designing good equipment, also the climate in which it will be used is to be taken into account. Every climate region will have it's own demands on machines and materials. End users may ask for a shelter which is suitable for "Zone A2 according to Stanag 2895" without explaining what that is. You could then read the STANAG 2895 document which is published on the website of NATO: http://www.nato.int/docu/stanag/2895/2895.pdf

This document also of course comes in handy to determine if your exisiting equipment is ready for a specific climate zone ore needs any changes. In short climate zones look like this:

 

Cycle Meteorological Storage and transit
Temperature (oC) Rel Humidity (%) Temperature (oC) Rel Humidity (%)
A1 32 to 49 8 to 3 33 to 71 --
A2 30 to 44 44 to 14 30 to 63 --
A3 28 to 39 78 to 43 28 to 58 --
[ 7 days 24 100 24 100
B1 23 to 32 88 to 66 23 to 32 88 to 66
[ 358 days        
B2 26 to 35 100 to 74 30 to 63 74 to 19
C0 -19 to -6 tending to saturation -21 to -10 tending to saturation
C1 -32 to -21 tending to saturation -33 to -25 tending to saturation
C2 -46 to -37 tending to saturation -46 to -37 tending to saturation
C3 -51 tending to saturation -51 tending to saturation
C4 -57 tending to saturation -57 tending to saturation
M1 29 to 48 67 to 21 30 to 69  
M2 25.5 to 53 100 to 53 30 to 63  
M3 -34 to -23 tending to saturation -34 to -23 tending to saturation

STANAG is the NATO abbreviation for Standardization Agreement, which set up processes, procedures, terms, and conditions for common military  or technical procedures or equipment between the member countries of the alliance. Each NATO state ratifies a STANAG and implements it within their own military. The purpose is to provide common operational and administrative procedures and logistics, so one member nation's military may use the stores and support of another member's military. STANAGs also form the basis for technical interoperability between a wide variety of communication and information (CIS) systems essential for NATO and Allied operations.

STANAGs are published in English and French, the two official languages of NATO, by the NATO Standardization Agency in Brussels.

http://www.nato.int/cps/en/natolive/st