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Inhaltsübersicht Technisches Recht

Die aktue11e Fassung des gefundenen Dokuments beinha1tet:

DIN4102-B1ÜNachwRL, Ausgabe: Oktober 1996
Richt1inien zum Übereinst~ungsnachweis schwerentf1ammbarer Baustoffe (Baustoffk1asse DIN 4102-B1) nach a11gemeiner bauaufsicht1icher Zu1assung; Fassung 1996-10
Veröffentlicht in: Mitt DIBt, 1997, Nr. 2, S. 39-42 Seitencodierungen: V263A07-V263A10


Anlage 2: Durchführung der Vers uche zur Ermittlung des Masseverlustes durch Erhitzen

Der verwendete Muffelofen muB in der Lage sein, minde- stens 800°C temperaturgeregelt zu erreichen. Vor Beginn der Prüfungen wird der Ofen auf die bei Vorprüfungen er- mittelte Prüftemperatur eingestellt und mindestens 60 Mi- nuten auf diesem Temperaturniveau belassen.

Das Material wird in eine Sehale gegeben. die aus inertem Material besteht, z. B. Aluminium. Die Menge des eingesetzten Materials wird so gewählt. daB das Material während des Versuehes in der Sehale bleibt.

Naeh dem Versueh wird die Probe in der Schale bis zur Ausgleiehstemperatur in einem GefäB unter AusschluB von Luftfeuchtigkeit (Exsikkator) gelagert. Danaeh wird das Gewicht bestimmt.

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Richtlinienzum ÜbereinstimmungsnachweisschwerentflammbarerBaustoffe (Baustoffklasse DIN 4102-B1) nach allgemeiner bauaufsichtlicherZulassung
- Fassung Oktober 1996 -

Sehwerentflammbare (Klasse BI) Baustoffe nach allge- meiner bauaufsiehtlicher Zulassung bedürfen für ihre Verwendung des Übereinstimmungsnachweises "ÜZ" (Übereinstimmungszertifikat durch eine anerkannte Zertifizierungsstelle) auf der Grundlage einer werkseigenen Produk- tionskontrolle durch den betreffenden Hersteller und einer Fremdüberwaehung. einsehlieBlieh Produktprüfung. durch eine anerkannte Überwaehungsstelle.

Für die im Rahmen der Produktprüfung anzuwendenden Prüfverfahren geIten die "Zulassungsgrundsätze für den Nachweis der Schwerentflammbarkeit von Baustoffen (Bau- stoffklasse BI) nach DIN 4102-1". soweit im folgenden niehts anderes bestimmt ist. Für die Überwaehung von bläh- fähigem Polystyrol und den daraus hergestellten Polystyrol- Hartsehaumplatten sind zusätzliche Bestimmungen in An- lage 2 aufgeführt.

1 Anforderungen an das HersteUwerk

1.1 Für die Herstellung muB ein Verantwortlieher be- stellt sein, dessen Name der Überwaehungs- und Zertifizierungsstelle zu benennen ist. Dieser oder ein von ihm Beauf- tragter muB während der Betriebszeit im Werk anwesend sein. Es muB siehergestellt sein, daB

a) die Werkseinrichtungen keine Mängel aufweisen und regelmäBig gewartet werden;
b) das Personal für seine Aufgaben im Herstellbetrieb ge- schult wird und daB die Anweisungen für die Herstel- lung beaehtet werden. Die Anweisungen sind - soweit er- forderlieh - schriftlich niederzulegen;
c) die verlangten Prüfungen und Kontrollen sachgemäB durehgeführt werden;
d) die geforderten Aufzeichnungen ordnungsgemäB durch- geführt werden;
e) die Kennzeichnung den Anforderungen und Angaben der jeweiligen allgemeinen bauaufsiehtliehen Zulassung entspricht;
f) nur solche mit einer Zulassungsnummer versehenen Baustoffe das Werk verlassen, die die in den Zulassungen gestellten Anforderungen erfüllen.

1.2 Ein Wechsel des für die Herstellung Verantwort- lichen sowie eine wesentliehe Änderung an den Produktionsanlagen sind der Überwachungs- und Zertifizierungs- stelle mitzuteilen.

1.3 Es ist ein Werktagebuch zu führen, das mindestens folgende Angaben enthalten muB:

1) die für die Produktion verwendeten und in der Zulas- sung genannten Rohstoffe;
2) Misehungsverhältnis oder Mengenangaben dieser Roh- stoffe;
3) die Bezeichnung der Charge;
4) die Produktionsmenge und den Produktionszeitraum.

2 Werkseigene Produktionskontrolle

2.1 Für die werkseigene Produktionskontrolle geltern die in der Anlage 03 zur Bauregelliste A getroffenen Festlegungen. Darüber hinaus sind produktbezogen Art und Umfang der werkseigenen Produktionskontrolle in Abstimmung mit der Überwachungsstelle nach den Erfordernissen des Einzelfalles festzulegen, soweit diese nicht in den Zulassungen oder für genormte Stoffe in den Stoffnormen festgelegt sind. Dabei sind Inhalt und Umfang der werkseigenen Produktionskontrolle so vorzugeben, daB alle in der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung vorgesehenen Ausführungsarten erfaBt sind. Bei Produkten, die sieh nur in Punkten unterscheiden, die auf das Brandverhalten nicht von EinfluB sind, kann das Prüf- und Kontrollprogramm dies hinsichtlich der Häufigkeit und der Art der durchzuführenden Prüfungen berüeksiehtigen.

2.2 Unbeschadet der Anforderungen in den jeweiligen allgemeinen bauaufsiehtliehen Zulassungen sind mindestens folgende MaBnahmen durchzuführen:

2.2.1 Abmessungen

Soweit in den allgemeinen bauaufsichtliehen Zulassungen oder Normen Begrenzungen der Dicken, Rohdichten oder Fläehengewichte enthalten sind, ist deren Einhaltung mindestens einmal an jedem Herstellungstag oder bei jeder Charge zu kontrollieren.

2.2.2 Beschichtungsstoffe

Bei Besehichtungsstoffen in flüssiger oder pastöser Form ist an jedem Herstellungstag mindestens einmal der Feststoffgehalt zu bestimmen.

2.2.3 Dämmstoffe

Bei Dämmstoffen ist in der Regel einmal wöchentIich bzw. bei jeder Charge die Prüfung nach Abschnitt 6.2 der DIN 4102-1 (B2-Prüfung) oder, soweit für die Klassifizierung erforderlich, bei jeder Charge die Glühverlustbestimmung nach DIN ISO 1887 bei allen produzierten Varianten erforderlich.

2.2.4 Feuerschutzmittel

Die Dichte oder der Trockenstoffgehalt ist an jedem Herstellungstag bzw. bei jeder Charge mindestens einmal zu bestimmen.

2.2.5 FuBbodenbeläge

Bei FuBbodenbelägen ist wöchentlich einmal die Prüfung nach DIN 4102-1 Abschnitt 6.2 (B2-Prüfung) durchzuführen. Die Probe ist dabei mit einer Faserzementplatte* zu hinterlegen. Die GröBe des Brennfleckes und die Nachbrenn- dauer sind mit den Werten, die bei der Erteilung des Zulas- sungsbescheids zugrunde gelegen haben und bei der Fremdüberwachung ermittelt wurden, zu vergleichen.

2.3 Über die Ergebnisse der werkseigenen Produktions- kontrolIe sind folgende Aufzeichnungen zu machen, die mindestens 5 Jahre aufzubewahren und der Überwachungs- stelle auf Verlangen vorzulegen sind:

a) Ort und Zeitpunkt der Probenahme und die Chargen- bezeichnung;

b) Prüf- und Kontrollergebnisse gemäB Abschnitt 2.2.

2.4 Treten bei der Fremdüberwachung negative Ergeb- nisse auf, können durch die Überwachungsstelle im Rahmen der werkseigenen Produktionskontrolle zusätzliche MaB- nahmen festgelegt werden.

3 Fremdüberwachung und Zertifizierung

Die Fremdüberwachung umfaBt:

Erstinspektion des Werkes und der werkseigenen Pro- duktionskontrolle;

laufende Inspektion und Beurteilung des Werkes und des Bauprodukts;

regelmäBige Auswertung der werkseigenen ProduktionskontrolIe;

regelmäBige Probenahme und Durchführung der Produktprüfung;

regelmäBiges Ausstellen eines Fremdüberwachungsbericht es.

Die Fremdüberwachung sowie Zertifizierung sind auf der Grundlage entsprechender Verträge durch dafür bauaufsichtlich anerkannte Überwachungs- bzw. Zertifizierungsstellen durchzuführen (s. "Verzeichnis der Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstellen nach den Landesbauordnungen. Teil Ua: Stellen zur Einschaltung beim Nachweis der Über- einstimmung nicht geregelter Bauprodukte und Bauarten mit der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung ").

Der Nachweis darüber, daB das Übereinstimmungszertifikat erteilt worden ist, gilt als erbracht, wenn das betreffende

Erzeugnis oder - soweit dies nicht möglich - dessen Verpackung oder dessen Lieferschein entsprechend der Übereinstimmungszeichenverordnung des Sitzlandes des jeweiligen Herstellwerkes mit dem Übereinstimmungszeichen gekennzeichnet ist.

Ist für den Zulassungsgegenstand bereits aufgrund anderer bauaufsichtlicher Vorschriften (z. B. Bauregelliste A) ein Übereinstimmungsnachweis zu führen, so ist der Nachweis des Brandverhaltens in diesen einzubeziehen.

Kann die betreffende Überwachungsstelle bestimmte Pro- duktprüfungen nicht selbst durchführen, so ist eine der im "Verzeichnis" genannten Stellen (Auszug siehe Anlage 1)auf der Grundlage einer entsprechenden schriftlichen Vereinbarung im Unterauftrag einzuschalten.

3.1 Erstinspektion

Die Überwachungsstelle hat sich davon zu überzeugen, daB der Hersteller durch seine Einrichtungen und durch sein Fachpersonal (siehe Abschnitt 1) sowie durch die erforder- lichen Voraussetzungen zur regelmäBgen Durchführung der werkseigenen Produktionskontrolle Gewähr dafür bietet, daB die Feuerschutzmittel, Baustoffe oder Textilien ständig in gleichmäBiger und ordnungsgemäBer Beschaffenheit hergestellt und die gemäB allgemeiner bauaufsichtlicher sung gestellten Anforderungen erfüllt werden.

3.2 Umfang der Fremdüberwachung

Die Fremdüberwachung muB - sofem in der Zulassung nichts anderes festgelegt ist - durch die Überwachungsstelle mindestens zweimal im Jahr erfolgen. Die Überwachungs- stelle ist nach mindestens einjähriger beanstandungsfreier Überwachung berechtigt, die Zahl der Überwachungen auf eine pro Jahr herabzusetzen, wenn sich die Herstellung als wenig fehlerempfindlich erweist und die bisherigen Kon- troll- und Prüfergebnisse deutlich positiv sind.

Das Kontroll- und Prüfprogramm im Rahmen der Fremd- überwachung ist so aufzustellen, daB alle in der Zulassung berücksichtigten Ausführungsarten erfaBt sind.

Bei Produkten, die sich nur in Punkten unterscheiden, die auf das Brandverhalten nicht von EinfluB sind, kann das Programm dies bei der Häufigkeit und Art der durchzu- führenden Prüfungen berücksichtigen.

Unbeschadet der FestIegungen in den Normen, Zulassungen oder Zulassungsgrundsätzen sind die Prüfungen wie folgt durchzuführen:

Die Prüfung erfolgt nach DIN 4102-15 und DIN 4102-16 im Brandschacht im allgemeinen an einem Probekörper.

Bei richtungsabhängigem Brandverhalten wird die gemäB Prüfungsbericht über die erste Prüfung ungünstigere Richtung geprüft. Bezieht sich der Zulassungsbescheid auf nicht werksmäBig hergestellte Verbunde, so sind in der Regel im Rahmen der Fremdüberwachung entsprechende Verbunde herzustellen und zu prüfen.

Für FuBbodenbeläge ist eine ausreichende Anzahl von Ver- suchen, maximal 5 Versuche, nach Abschnitt 2.2.5 dieser Richtlinien und 1 Versuch nach DIN 4102-14 durchzu- führen.

Bei der Überwachung kann auf Brandversuche verzichtet werden, soweit eine Identitätskontrolle einwandfrei möglich ist. Dies ist zum Beispiel bei salzhaltigen Feuerschutzmit- teln für Holz und Textilien der Fal!.

* Z. B. Faserzementplatten. asbestfrei. naturerhärtet. 6 :I:1 mm click, Rohclichte 1900;1;100 kg/m3, Gehalt an brennbaren Bestandteilen S 6 0/0,Baustoffklasse DIN 4102 A. oder Platten aus GIasfaserbeton, 6,5 mm click, Rohclichte 1900 :I:100 kg/m3, Baustoffklasse DIN 4102-AI (Faserbetonwerk Kolbermoor GmbH & Co. KG. Glasberg I, 83059 Kolbermoor).

Sind in Normen oder Zulassungen - z. B. für Verbundbaustoffe - besondere Anforderungen hinsichtlich des Brandverhaltens einzelner Bestandteile enthalten, ist das Ein- halten dieser Bestimmungen gesondert zu überprüfen.

3.3 Einstellung der Fremdüberwachung

Von der Einstellung der Fremdüberwachung sind von der Überwachungsstelle die Zertifizierungsstelle und von der Zertifizierungsstelle die im Sitzland des Herstellwerkes zuständige oberste Bauaufsichtsbehörde und das Deutsche Institut für Bautechnik unverzüglich zu unterrichten. Die Zertifizierungsstelle veranlaBt die Zurückziehung des Über- einstimmungszertifikates und die Kündigung des Zertifizie- rungsvertrages. Die Erzeugnisse dürfen unmittelbar nach Einstellung der Fremdüberwachung nicht mehr oot dem Übereinstimmungszeichen gekennzeichnet werden.

Wenn bei der Fremdüberwachung in einem Herstellwerk ein Produkt, das über mehrere Zulassungen unter anderen Bezeichnungen und ggf. durch unterschiedliche Antragsteller vertrieben wird, die Anforderungen nicht erfüllt, gilt der Übereinstimmungsnachweis des Brandverhaltens für alle anderen mitgeitenden Zulassungen für dieses Herstellwerk ebenfalls als nicht erbracht.

Wenn bei der Fremdüberwachung in einem Herstellwerk ein Produkt einer in einer Zulassung aufgeführten Produkten- liste die Anforderungen nicht erfüllt (z. B. mit einer be- stimmten Rohdichte, Dicke oder Flächengewicht), gilt der Nachweis der Übereinstimmung für alle in der Zulassung genannten Produkte für dieses Herstellwerk als nicht er- bracht, es sei denn, es wird durch Zusatzversuche festgestellt, für welchen Bereich die gestellten Anforderungen erfüllt werden.

Anlage 1

Auszug aus dem "Verzeichnis der Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstellen nach den Landesbauordnungen. Teil Ha: Stellen zur Einschaltung beim Nachweis der Über- einstimmung nicht geregelter Bauprodukte und Bauarten mit der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung - Stand: Oktober 1996-".

Bundesanstalt und-prüfung für Materialforschung (BAM) * Unter den Eichen 87 12205 Berlin
Forschungs- und Materialprüfungsanstalt Baden-Württemberg - Otto-Graf-Institut - * Pfaffenwaldring 4 70569 Stuttgart
Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz der Technischen Universität Braunschweig -Amtliche Materialprüfanstalt - Beethovenstr. 52 38106 Braunschweig
Institut für Baustoffkunde und Material prüfwesen der Universität Hannover -Amtliche Materialprüfanstalt Nienburger Str. 3 30167 Hannovèr
Institut für Ho1zforschung der Universität München Winzererstr. 45 80797 München
Landesgewerbeanstalt Bayern, Materialprüfungsamt Tillystr. 2 90431 Nürnberg
Materialprüfungsamt Nordrhein- Westfalen- AuBenstelleErwitte -* Auf den Thränen 2 59597 Erwitte
Materialforschungs- und Prüfungsanstalt für Bauwesen Leipzig Richard-Lehmann- Stro 19 04252 Leipzig
Güteschutzgemeinschaft schaum e.v. ** Mannheimer Str. 97 60327 Frankfurt a. M.
Güteschutzgemeinschaft Kunststoffrohre e. V. * * Dyroffstr. 2 53113 Bonn
Überwachungsgemeinschaft Polyurethan-Hartschaum e.v. ** Kriegerstr. 17 70191 Stuttgart

* Für den Obereinstimmungsnachweis von Bodenbelägen als bauaufsichtlich anerkannt geitende Stellen.
** Überwachungsstellen mit Produktprüfung im Unterauftrag dureh anerkannte Stellen.

Anlage 2

Zusätzliche Bestimmungen für die Fremdüberwachung, einschlieOlich der Produktprüfung von blähfähigem Polystyrol und den daraus hergesteUten Polystyrol-Hartschaum- platten

1. Für den Rohstoffhersteller und für die Überwa- chungsstelle wird folgendes bestimmt:

Die Einhaltung der vom Rohstoff geforderten Eigenschaften ist in jedem Herstellwerk durch eine Überwachung, bestehend aus Erstinspektion, werkseigener Produktionskontrolle und Fremdüberwachung, zu prüfen. Die Erstinspektion und die Fremdüberwachung sind durch eine der in der Anlage 1 genannten Überwachungsstellen durchzuführen.

a) Erstinspektion
  • Bei der Erstinspektion sind folgende Brandprüfungen durchzuführen
  • je 1 Brandschachtversuch nach DIN 4102-16 an 10 mm und 80 mm dicken Proben in kleinster und gröBter Roh- dichte gemäB Zulassung,
  • je 1 Brandschachtversuch nach DIN 4102-16 an 10 mm dicken Pro ben mit gröBter Rohdichte gemäB Zulassung, aufgeklebt auf Faserzementplatten mit Kleber der Gruppe 1 und 3, für die der Nachweis der Schwerent- flammbarkeit (Baustoffklasse DIN 4102-Bl) erbracht ist,
  • für die Beurteilung ausreichende Anzahl von B2-Ver- suchen nach DIN 4102-1, Abschnitt 6.2, an Proben mit kleinster und gröBter Rohdichte gemäB Zulassung.
Die Proben müssen aus vom Rohstoffhersteller gefertigten Platten entnommen oder aus dort entnommenen zum Versand freigegebenen Rohstoffen besonders hergestellt werden.

b) Werkseigene Produktionskontrolle

Im Rahmen der werkseigenen Produktionskontrolle ist in jedem Betrieb produktionstäglich mindestens einmal eine Rohstoffprobe zu entnehmen und daraus ein Block zu schäu- men, aus dem 15 Proben mit den MaBen 190 mm x 90 mm x 60 mm herzustellen sind. Davon sind 5 Proben 24 Stunden

im Umlufttrockenschrank bei 70 oe zu lagern und an- schlieBend nach Abküh}ung gemä6 DIN 4102-1, Abschnitt 6.2.2.1, bei Kantenbeflammung zu prüfen.

Die übrigen 10 Proben sind mit Datum der Rohstoff- und Probenherstellung zu versehen und zur Verfügung der Überwachungsstelle mindestens 7 Tage vor den Einflüssen der Witterung geschützt aufzubewahren.

In jedem Produktionsmonat sind femer mindestens 10 Pro- ben oot den MaBen 1000 mm x 190 mm x 60 mm mit wechseinder Rohdichte (klein, mittel, groB) herzustellen, mit Datum der Rohstoff- und Probenherstellung zu versehen und ebenfalls zur Verfügung der Überwachungsstelle im Produktionsbetrieb zu lagem.

c) Fremdüberwachung
  • Die Fremdüberwachung muB mindestens zweimal jährlich erfolgen. Dabei sind
  • die werkseigene Produktionskontrolle zu überprüfen,
  • die Kennzeichnung der Rohstoffe auf den Verpackungen zu kontrollieren und
  • Proben für Brandprüfungen zu entnehmen.
Nach 5jähriger beanstandungsfreier Überwachung kann der Überwachungszyklus auf einmal jährlich reduziert werde .
Die Probenahme kann aus den je Produktionsmonat im Rahmen der werkseigenen Produktionskontrolle hergestellten Rückstellproben als auch aus zum Versand freigegebenem Rohstoff erfolgen. In letzterem Fall müssen aus dem Rohstoff im Beisein eines Beauftragten der Überwachungsstelle Proben hergestellt werden.

An den entnommenen oder hergestellten Proben sind von der Überwachungsstelle
  • eine zur Beurteilung ausreichende Anzahl von B2-Ver- suchen nach DIN 4102-1, Abschnitt 6.2, und
  • 1 Brandschachtversuch nach DIN 4102-16
durchzuführen. Nach Vorliegen positiver Versuchsergeb- nisse können alle Rückstellproben beim Hersteller bis zum Datum der letzten Entnahme vemichtet werden.

2. Für die Überwachung der Schaumstoffhersteller wird folgendes bestimmt:

Die Einhaltung der Eigenschaft "schwerentflammbar" der Platten ist in jedem Herstellwerk der Hartschaumplatten durch eine Überwachung, bestehend aus werkseigener Pro- duktionskontrolle und Fremdüberwachung, zu prüfen. Hier- für sind die "Richtlinien zum Übereinstimmungsnachweis schwerentflammbarer Baustoffe (Baustoffklasse DIN 4102- BI) nach allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung" maBgebend. Die Überwachung des Brandverhaltens ist in die Überwachung der Platten nach DIN 18 164 mit einzubeziehen.

18999246

Richtlinien zum Übereinstimmungsnachweis nichtbrennbarer Baustoffe (Baustoff- klasse DIN4102-A) nach allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung
- Fassung Oktober 1996 -

Nichtbrennbare (Klasse A) Baustoffe nach allgemeiner bau- aufsichtlicher Zulassung bedürfen für ihre Verwendung des Übereinstimmungsnachweises "ÜZ" (Übereinstimmungs- zertifikat durch eine anerkannte Zertifizierungsstelle) auf der Grundlage einer werkseigenen Produktionskontrolle durch den betreffenden Hersteller und einer Fremdüber- wachung, einschlieBlich Produktprüfung, durch eine aner- kannte Überwachungsstelle.

Für die im Rahmen der Produktprüfung anzuwendenden Prüfverfahren geIten die "Zulassungsgrundsätze für den Nachweis der Nichtbrennbarkeit von Baustoffen (Baustoffklasse A) nach DIN 4102-1", soweit im folgenden nichts anderes bestimmt ist.

1 Anforderungen an das Herstellwerk

1.1 Für die Herstellung muB ein Verantwortlicher bestellt sein, dessen Name der Überwachungs- und Zertifizierungsstelle zu benennen ist. Dieser oder ein von ihm Beauftragter muB während der Betriebszeit im Werk anwesend sein. Es muB sichergestellt sein, daB

a) die Werkseinrichtungen keine Mängel aufweisen und regelmäBig gewartet werden;
b) das Personal für seine Aufgaben im Herstellbetrieb ge- schult wird und daB die Anweisungen für die Herstel- lung beachtet werden. Die Anweisungen sind - soweit erforderlich - schriftlich niederzulegen;
c) die verlangten Prüfungen und Kontrollen sachgemäB durchgeführt werden;
d) die geforderten Aufzeichnungen ordnungsgemäB durch- geführt werden;
e) die Kennzeichnung den Anforderungen und Angaben der jeweiligen allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung entspricht;
f) nur solche mit einer Zulassungsnummer versehenen Baustoffe das Werk verlassen, die die in den Zulassungen gestellten Anforderungen erfüllen.

1.2 Ein Wechsel des für die Herstellung Verantwortlichen sowie eine wesentliche Änderung an den Produktionsanlagen sind der Überwachungs- und Zertifizierungs- stelle mitzuteilen.

1.3 Es ist ein Werktagebuch zu führen, das mindestens folgende Angaben enthalten muB:

1) die für die Produktion verwendeten und in der Zulassung genannten Rohstoffe;
2) Mischungsverhältnis oder Mengenangabe dieser Rohstoffe;
3) die Bezeichnung der Charge;
4) die Produktionsmenge und den Produktionszeitraum.

2 Werkseigene Produktionskontrolle

2.1 Für die werkseigene Produktionskontrolle geIten die in der Anlage 03 zur Bauregelliste A getroffenen Festlegun- gen. Darüber hinaus sind produktbezogen Art und Umfang der werkseigenen Produktionskontrolle in Abstimmung mit der Überwachungsstelle nach den Erfordemissen des Einzel- falIes festzulegen, soweit diese nicht in den Zulassungen


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